Taufe

Wir freuen uns über jeden Täufling

Bedeutung der Taufe

Die Taufe ist die persönliche Zusage der bedingungslosen Liebe Gottes. Wird ein Mensch getauft, kommt er mit leeren Händen zu Gott und nimmt die Taufe als reines Geschenk aus Gottes Händen. Gottes Zuspruch ist größer als Alles, was wir je leisten können – dies bezeugt eine Kindertaufe genauso wie die Taufe eines Jugendlichen oder eines erwachsenen Menschen. Die Taufe ist biblisch begründet: Jesus wird getauft, und später gibt er seinen Jüngern den Auftrag, diejenigen zu taufen, die an ihn, Jesus Christus, glauben. Durch die Taufe wird ein Mensch sowohl in die Gemeinschaft aller Christen als auch in eine konkrete Gemeinde aufgenommen. Die Taufe wird niemals wiederholt, weder bei einem Konfessionswechsel noch bei Wiedereintritt in die Kirche, sondern sie ist ein einmaliges Geschehen, das für das ganze Leben des Getauften seine Gültigkeit behält.

Alter von Täuflingen

Eine Taufe ist zu jeder Zeit und in jedem Alter möglich. Die Kirche hat seit frühesten Zeiten die bedingungslose Zusage der Liebe Gottes betont und deshalb Kinder getauft. Eltern sowie Patinnen und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und dem Täufling auf seinem Lebensweg die Inhalte des christlichen Glaubens zu vermitteln. Noch heute finden viele Kindertaufen im Laufe des ersten Lebensjahres statt.

Auch Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter können getauft werden. Sie werden durch Taufunterricht vorbereitet und bekennen sich mit ihrer Taufe zu ihrem Glauben, außerdem entscheiden sie sich bewusst für die Mitgliedschaft in der Kirche.

Termine in St. Johann

Taufen sind in der Regel im Gottesdienst an jedem 2. Sonntag im Monat in der Kirche St. Johann möglich. Darüber hinaus gibt es besondere Anlässe, z. B. den Waldgottesdienst im Bredaerbruch oder Familiengottesdienste. Andere Terminwünsche können im Gespräch mit dem Gemeindebüro oder dem/der Pfarrer/in geklärt werden. Wichtig ist die frühzeitige Anmeldung im Pfarramt. Pfarrerin Maren Krüger oder Pfarrer Winfried Ostmeier kommen dann zu einem Taufgespräch, bei dem die Taufe vorbereitet wird und alle offenen Fragen geklärt werden können.

Unterlagen

Auf jeden Fall wird eine Geburtsurkunde benötigt. Ist ein Familienstammbuch vorhanden, kann dort die Taufe eingetragen werden. Patinnen und Paten brauchen – sofern sie nicht zur St. Johann-Kirchengemeinde gehören – eine Patenbescheinigung ihres zuständigen Pfarramtes. Soll eine Taufe nicht in St. Johann stattfinden, sondern in einer anderen Kirchengemeinde, kann St. Johann einen Entlasschein für den Täufling ausstellen.

Kosten

Die Taufe ist eine Amtshandlung der Kirche, die nicht in Rechnung gestellt wird. Spenden werden gern entgegen genommen, auch die Benennung des genauen Zwecks einer Spende ist möglich.

Kleidung

Es gibt keine Vorschriften, wie der Täufling gekleidet sein soll. Im Falle der Taufe von Kleinkindern gibt es in manchen Familien die Tradition eines Taufkleides, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird.

Ungetaufte

Für ungetaufte Kinder gibt es keine Schwierigkeiten, wenn sie in einem kirchlichen Kindergarten angemeldet werden, sofern die Eltern einverstanden sind, dass ihr Kind dort christliche Glaubensinhalte kennen lernt.

Jugendliche können auch ohne vorherige Taufe am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Im Laufe der Konfirmandenzeit wird die Taufe dann nachgeholt, denn sie ist Voraussetzung für die Konfirmation.

Eltern der Täuflinge

Die Taufe eines Kindes ist möglich, wenn beide Eltern Mitglied einer Kirchengemeinde sind oder wenn wenigstens ein Elternteil der Landeskirche angehört und der andere Elternteil, der nicht Mitglied ist, der Taufe nicht widerspricht.

Wenn beide Elternteile keine Mitglieder der evangelischen Kirche sind, sollte das Gespräch mit einem Pfarrer gesucht werden.

Patinnen und Paten

Für die Taufe eines Kindes ist mindestens eine Patin oder ein Pate erforderlich. Mindestens eine oder einer soll Mitglied der evangelischen Kirche sein. Die weiteren Paten müssen einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören und das Patenrecht ihrer eigenen Kirche haben. Evangelische Christen müssen konfirmiert sein, um das Patenamt übernehmen zu können. Kommt die Patin oder der Pate nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, wird ein Patenschein benötigt, den das Heimatpfarramt der Patin/des Paten ausstellt und der Taufe, Konfirmation und Kirchenzugehörigkeit bestätigt. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann nicht zum Patenamt zugelassen werden. Eine Patenschaft kann nicht gelöscht werden, da die Tatsache der stattgefundenen Taufzeugenschaft nicht ungeschehen gemacht werden kann.

Taufkerze und Tauferinnerung

Bei der Taufe bekommt jeder Täufling eine Taufkerze als Geschenk der Kirchengemeinde. Die Taufkinder von St. Johann werden gemeinsam mit ihren Eltern und Paten nach drei Jahren zum Tauferinnerungsgottesdienst eingeladen, bei dem sie im Rahmen eines Familiengottesdienstes die Bedeutung der Taufe erfahren können. Ihre Taufkerze dürfen die Kinder dann mitbringen: Sie wird im Verlauf des Gottesdienstes noch einmal angezündet.


Haben Sie weitere Fragen, so schreiben Sie per E-Mail an das Gemeindebüro oder die Pfarrer.

Eine Sammlung von Taufsprüchen finden sie unter www.taufspruch.de.