St. Johann ruft in die Kirche

Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln hat die ev.-ref. Kirchengemeinde St. Johann nach siebenwöchiger Pause am 3. Mai als eine der ersten wieder einen Sonntagsgottesdienst angeboten. Normalerweise wäre an diesem Tag die Einsegnung der Konfirmanden erfolgt. Doch durch das Corona-Virus ist der klassische  Konfirmationsgottesdienst nun auf dem 20. September verschoben worden. Gleichwohl freute sich Pfarrerin Maren Krüger über die zahlreich erschienenen Konfirmandinnen und Konfirmanden, deren Gedanken zum Thema Gemeinschaft den Kern dieses bemerkenswerten Gottesdienstes bildeten.
Maskenzwang und der Verzicht auf Gesang waren nicht die einzigen Besonderheiten. Die Pfarrerin, als einzige Person ohne Nase-Mund-Schutz, nahm zwischen Abendmahlstisch und Hygienespender Platz. Auch Irmela Stukenbrok-Krebber hoch oben an der Orgel musizierte maskiert und spielte bewusst bekannte und eingängige Lieder, die zumindest mitgesummt werden konnten.
Küster Dirk Salomon hatte im Vorfeld die Bänke im Gotteshaus gemäß dem Schutzkonzept der EKD mit Trassierbändern präpariert. Jede zweite Kirchenbank blieb leer. Mittels laminierter Tafeln („Hier sitzen Sie richtig“) wurden den Besuchern die freien Sitzplätze angezeigt. Die Stühle waren im Sicherheitsabstand von eineinhalb bis zwei Metern aufgestellt. Zudem hatte der Küster bereits in den Vorwochen spezielle Säulen mit Desinfektionsspray organisiert.
Der Einlass in die Kirche erfolgte einzeln. Entsprechend der Kirchengröße hätten maximal 50 Besucher Platz gefunden. Tatsächlich waren es 35 Gläubige, deren Namen von Mitgliedern des Kirchenvorstandes in eine Liste eingetragen wurden. Diese Daten müssen in den kommenden Wochen verschlossen im Gemeindebüro aufbewahrt werden, um bei einem eventuellen Infektionsfall die Ansteckungskette zurückverfolgen zu können.